IGM praktizierende Ärztin auf HINT-Tagung ?!?

(IGM = Intersex Genital Mutulation)

Statement von TransInterQueer e.V.:

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, fand von 1. bis 3. November die Hamburger inter / nicht binär / trans (HINT) Tagung statt.

Unter anderem wurde eine Ärztin eingeladen (auf der Tagung vorzutragen), die auch IGM praktiziert und auf gleich mehreren Webseiten offen dafür wirbt (u.a. mit “normalem Aussehen” als OP-Ziel) intergeschlechtliche Kinder im frühen Kindesalter zu operieren.

Die HINT-Orga wurde bereits vor der Tagung (mehrmals) darauf aufmerksam gemacht:
– https://queergesagt.wordpress.com/2019/11/06/565/
– https://queergesagt.wordpress.com/2019/11/06/569/

Trotzdem wurde die Ärztin nicht wieder ausgeladen!!

Joris Gregor hat den geplanten inter* Vortrag abgesagt, und TROTZDEM wurde die Ärztin nicht ausgeladen!

Wir finden diese Entscheidung(en) inter*feindlich und untragbar und schließen uns den Fragen und Forderungen/Wünschen aus Joris Gregors  zweitem Statement an:


hallo orga-team,
mich würde im nachgang interessieren, welche bemühungen ihr angestellt habt, die veranstaltungen von mir und lucie veith zu kompensieren? hat es, wie mündlich versprochen, auseinandersetzungen in openspaces gegeben? wie genau ist frau riechardt befragt worden, welche position hat sie eingenommen?
ich nehme jenseits der externen positionierungen von transfabel und spürdasmal.de keine klare kante gegen inter*GM wahr.
ich fühle mich einerseits in meiner position nicht gehört, weil offenbar keine gelegenheit (aka open spaces) gesucht/genutzt wurde, um sich mit der eigenen durch unwissenheit prodizierten interignoranz und dadurch -diskriminierung auseinandergesetzt wird. andererseits komme ich mir für die interne, offensichtlich heftige diskussion instrumentalisiert vor, wenn mein wegbleiben ohne verlinkung meines stements genutzt wird, um die kritik an der HINT zu befeuern.

ich wünsche mir eine klare rückmeldung, wo die HINT sich sich nach dem  kompletten ausbleiben der inter* perspektive mit inter* belangen auseinander gesetzt und diese auf der tagung diskutiert hat.

“ (https://queergesagt.wordpress.com/2019/11/06/572/)

Außerdem möchten wir auf dieses Statement einer anonymen inter*Person aufmerksam machen:
https://queergesagt.wordpress.com/…/anonymes-statement-int…/

Weitere (solidarische) Statements dazu findet ihr hier:
https://queergesagt.wordpress.com/…/oeffentliches-statemen…/
https://queergesagt.wordpress.com/…/tops-und-flops-bericht…/
https://queergesagt.wordpress.com/…/08/bericht-von-transfa…/

liebst,
TransInterQueer e.V.


 

Austausch zur 3. Option

ACHTUNG: neue Location – Aquarium!!

7. Juni 2019, 19Uhr
Aquarium.
Skalitzer Str. 6
10999 Berlin


Habt ihr Fragen zur 3. Option und/oder möchtet eure Erfahrungen teilen?!
Würdet ihr euch gern mit Menschen aus der inter*Community (darüber und auch sonst) austauschen?
Oder sucht ihr einfach nach einem guten Grund endlich mal das Inter*Projekt von TrIQ kennenzulernen?

Perfekt!!
Kommt zu uns – wir wollen diskutieren über Fragen wie:

– Wie positionieren sich inter* Selbstvertretungsorganisationen zum Thema? Und welche Forderungen haben diese sonst?
– 3. Option, wie? Was? Und für wen?
– Wie ist der aktuelle Stand mit den geplanten gesetzlichen Änderungen?
+ Alles was ihr noch so mitbringt an Themen & Fragen!

Es gibt Snacks & Info-Material zur 3. Option und Inter*Themen allgemein!

Juhu wir freuen uns!


– Zugänglichkeit –

Die Räume sind Rolli-zugänglich und es gibt eine barrierearme Toilette!

Das meiste Infomaterial gibt es auf Deutsch, distkutiert werden kann (mit uns) auf Deutsch oder Englisch!

Die Kunstwerkstatt geht weiter! 2018 in den Räumen der Kunstwerkstatt Samariterstraße e.V.

Die Kunstwerkstatt des Antidiskriminierungsarbeit- & Empowerment-für-Inter*-Projekts geht wieder an den Start!

Wir laden DICH ein, zum Gestalten, Kreativ-sein, Malen, Zeichnen, Collagieren, Basteln, Schnitzen! Was Dir gefällt. Es gibt keine Vorgaben oder Themen, Du wählst, welches Bild oder welche Idee DU kreativ-künstlerisch bearbeiten und umsetzen möchtest. Gemeinsam und einzeln, in entspannter Atmosphäre, je nach Vorliebe bei Musik, Radio, Hörspiel oder Stille.
Es ist vorhanden: Zeichenpapier, wasserbasierte Farbe (Gouache, Acryl und Aquarell), Zeichenbretter, Pinsel, Kleber, Schere und Bleistifte. Zur Stärkung gibt es Kaffee, Tee, Getränke und etwas Knabberzeug. Für weitere Materialien zB. alte Zeitschriften zum Ausschneiden und ein paar Kunstbücher zur Inspiration wird ebenfalls gesorgt.

Was Du noch mitbringen solltest: Alle speziellen Materialien oder Utensilien, die Du benötigst oder bearbeiten möchtest, und Deine Wahl von Musik oder Hörspiele (bring sie bitte auf CD oder Kassette mit).

NEU! Ab jetzt in der Kunstwerkstatt Samariterstraße e.V.

Für dieses Jahr können wir die Räume der Kunstwerkstatt Samariterstraße e.V. nutzen – ein geeigneter Ort mit ausreichend Platz für die kreative Betätigung mit Farben, Papier und Leinwand, sogar eine kleine Druckpresse ist vorhanden und auch bildhauernde oder modellierende Arbeiten mit Holz oder Ton sind möglich!

Die Räume der Kunstwerkstatt Samariterstraße e.V. (Samariterstr. 24 in 10247 Berlin) liegen straßenseitig und ebenerdig im Erdgeschoss eines Wohnhauses im Samariterkiez (Friedrichshain-Kreuzberg) und sind gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Ringbahn S-Storkower Str. oder U-5 U-Samariterstr.).

Die Kunstwerkstatt ist abwechselnd Inter*ONLY und offen für ALLE Trans*, Inter* und Queere Menschen.

In diesem Jahr haben wir ein leicht verändertes Konzept: Im abwechselnden Turnus bieten wir die Kunstwerkstatt an für Inter*Only (nur für Inter*, intergeschlechtliche Menschen, Zwitter, Herms, Menschen, die mit Variationen der Geschlechtsmerkmale geboren sind) und immer anschließend ein Termin offen für alle Inter*, Trans* und queere Menschen.

Für die Nicht-Inter*: Wir bitten Dich den Raum für Inter*Only zu respektieren, in dem Inter* unter ihresgleichen sein können.

Das Angebot ist für euch kostenlos!

Am Samstag, den 19. Mai 2018 startet die Kunstwerkstatt mit einem Inter*Only Termin.
Uhrzeit: 15 – 18 Uhr.

Für die jeweils aktuellsten Termine schaut bitte auf unsere Projektwebseite: interprojekt.wordpress.com (hier) oder auf der TrIQ-Website www.transinterqueer.org/projekte/interprojekt/

Wegen der limitierten Raum- und Materialkapazitäten melde Dich bitte unter inter [at ] transinterqueer.org zur Kunstwerkstatt an.

Weitere Termine im Mai: Montag, 28. Mai 2018 (OFFEN FÜR ALLE Trans*, Inter* und Queere Menschen!) 15-18 Uhr

Short info in English: The Art Workshop of the Antidiscrimination Work & Empowerment for Intersex People (Inter*) – Project continues in 2018: With alternating dates for Inter* Only and open for all trans*, intersex, and queer people. The first workshop May 19th is for Inter* only.

This is a free event. Come and art with us!

Klicke auf das Bild unten für den aktuellen Flyer

„Wir sind hier!“ Ausstellungseröffnung der Ergebnisse der Kunstwerkstatt

Die Ausstellungseröffnung der künstlerischen Ergebnisse der Kunstwerkstatt wurde am 16. Juni 2017 im Rahmen der Veranstaltung Goodbye Glogauer – Abschiedskonzert und Party mit Belindas Salon eröffnet.

Die Ausstellung kann noch bis zum 23. Juni bewundert werden, danach beginnt leider schon der Auszug aus der Glogauer Straße.

Kunstwerke der Kunstwerkstatt-Teilnehmenden
Kunstwerke der Kunstwerkstatt-Teilnehmenden

 

Das Konzept des Inter*Projektes von TrIQ

Um die Bedarfe und Wünsche in Berlin lebender intergeschlechtlicher Menschen und deren Angehörigen in Erfahrung zu bringen wurden von August bis Dezember 2014 zehn intergeschlechtliche Menschen sowie zwei Angehörige in persönlichen, leitfadengestützten Interviews befragt.
Das daraus entstandene Konzept können Sie auf dieser Seite lesen oder hier als PDF (83kb) herunterladen.

EINE SPRACHE FINDEN

Ohne Alternativen zu einer »Sprache der Störung« ist es schwer, dem Druck standzuhalten: Sich nicht selbst zu diskriminieren, zu kontrollieren und zu zensieren oder Eingriffen aus rein sozialen Zwängen heraus zuzustimmen.
Der Normierungszwang und die Stigmatisierung von Menschen als vermeintlich »gestört« und mit einer »re- paraturbedürftigen« Geschlechtsentwicklung behaftet zwingen Inter* in die Selbstwahrnehmung als Patient, Opfer oder gar als Monster: Inter*Menschen können deshalb die erlebte strukturelle und institutionelle Diskriminierung oft nicht als solche wahrnehmen.
Wie könnte stattdessen wertschätzend und empowernd gedacht und gesprochen werden?